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Atlantiküberquerung von Guadeloupe nach Horta

Am 27. Juni morgens 10:50LT wird der Anker aufgenommen und der Törn beginnt. Wir sind wohl eines der letzten, wenn nicht das letzte Boot in dieser Saison, welches nach Horta aufbricht. Ein moderater Ostwind erwartet uns, und bis zum östlichen Ende von Guadeloupe sind es über 20 Meilen, also eine satte Kreuz. Wir biegen beim letzten Tageslicht zwischen Guadeloupe und Les Desirades nach Nordosten ab.

SY Montana, Swan 48 ereichen Faial auf der Atlantiküberquerung 2020

Markus Bocks, Skipper der SY Montana, Swan 48 bei der Atlantiküberquerung 2020

Die ersten fünf Tage auf See wird ein Leben hart am Wind bei 20-25kn. Bei unserem Start steht dieser Ostwind durch bis auf die Höhe von Horta. Das eigentliche Azorenhoch liegt zu dieser Zeit weiter nördlich. Also gibt es in dieser Zeit keine großen Optionen über das Routing. Am sechsten Tag dreht der Wind etwas raumer und wird auch leichter. Wir werden langsamer, also kommt zum ersten Mal der Genaker aus dem Sack, schon haben wir wieder 8kn auf der Uhr. Abends wird die Blase wieder geborgen und der Wind frischt auf. Wir legen unser bestes Etmal hin mit 173 Meilen. Aber wie immer im Leben verliert man auch mal, das heißt am nächsten Tag flaut der Wind ab und wir werden wieder langsamer. Nachts dreht er auch noch in die falsche Richtung und am Ende der Nacht laufen wir einen Kurs von 90°. Wir wollen aber nach Norden, um in den Wind zu kommen, doch dabei haben wir den Wind direkt von hinten. Da die Windstärke für einen Kurs platt vor dem Laken nicht ausreicht muss der Diesel helfen. Am Ende werden es 23 Stunden, die wir nach Norden motoren müssen, um in den Wind zu kommen und Ostkurs Richtung Horta nehmen zu können.

Irgendwie muss es Rasmus gut mit uns meinen. Das Sturmtief Edouard zieht nördlich an uns vorbei und hinterlässt uns ein schmales Windband. Wir springen auf den Zug auf, der sich zwischen zwei Leichtwindgebieten gebildet hat. Im Band zwischen diesen zwei Gebieten entwickeln sich im Schnitt 15kn Wind aus Süd bis Südwest, perfekt für uns. Die nächsten drei Tage legen wir Etmale von über 180NM hin. Auch die beiden letzten Tage wird es nicht wesentlich weniger. Wir fliegen Richtung Horta und können den Gin do Mar von Peter quasi schon schmecken. Am 12. Juli ist es dann soweit, Land in Sicht. Wir rauschen weiter mit 7-8kn auf Faial zu. Leider dreht der Wind am Ende noch und wir müssen bei 25kn hoch an den Wind ran. Schnell ist das Erste Reff eingebunden und die Genua etwas eingerollt. Wir wollen bequem ankommen. Bald gehen die Segel runter und wir fahren in den Hafen von Horta bei schönstem Sonnenschein. Ich hatte Kontakt mit der Marina über Kanal 10, und wir werden an den Quarantänesteg gelotst. Wir sind begeistert, hatten wir doch mit einem Ankermanöver gerechnet. Jetzt können wir anlegen haben Strom und Wasser, können den Müll entsorgen und das Boot klar machen. Der Kontakt ist nett und wir werden informiert, dass am nächsten Tag unser Covid Test ansteht. Wir können es kaum erwarten an Land und zu Peter Cafe Sport zu gehen.

SY Montana, Swan 48 im Sonnenuntergang auf dem Atlantik SY Montana, Swan 48 vor dem Stratovulkan Montanha do Pico am Ender der Atlantiküberquerung 2020 SY Montana, Swan 48 in der Ansteuerung von Horta nach der Atlantiküberquerung 2020 SY Montana, Swan 48 am Quarantänesteg von Horta nach der Atlantiküberquerung 2020Crew der SY Montana, Swan 48 in Horta nach der Atlantiküberquerung 2020Crew der SY Montana, Swan 48 nach der Atlantiküberquerung in Horta 2020

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